Die erste Durchsicht
Dies ist immer ein kritischer Termin. Was hat der Winter gebracht? Glück oder Leid? Wie viele Völker haben den Winter überlebt? Ist genügend Futter vorhanden? Alle diese Fragen klären sich. Bange Stunden für den Imker.
Für mich ist immer folgendes wichtig:
- Sind Bienen da?
- Ist ausreichend Futter das, für den erhöhten Bedarf unter Brut
- Ist Pollen da?
- Wie stark ist das Volk?
- Sind frische Eier da?
Wenn alle diese Fragen mit “JA” beantwortet worden sind, dann ist auch klar, dass eine Königin da ist, die ihrer Aufgabe gewissenhaft nachgeht. Dann brauche ich die Königin nicht zwingend zu sehen. Kann ich keine frischen Eier ausmachen, dann suche ich die Königin. Ist beides nicht da, dann ist das Volk so gut wie verloren.
Nebenan ein Bild wie ich es heute gesehen habe – sogar mit Königin Nummer 7.

Die Königin
Sie ist umgeben von ihrem Hofstaat, der sie umsorgt. Ihre Aufgabe ist es, die Volksstärke auszubauen, in dem sie Eier legt. Wer jeden Tag so viele Eier legt, dass alle gelegten Eier zusammen mehr auf die Waage bringen als das eigene Gewicht, der hat keine Zeit sich auch noch um irgend etwas anderes zu kümmern.
Der Futterkranz
Das Futter wird dort eingelagert wo es verbraucht wird. Rund um das Brutnest, auch Brutbrett genannt. So können die Larven auf dem kürzesten Weg mit stärkendem Futter versorgt werden.
Die Brut
Die Arbeiterinnen Brut ist während 9 Tagen offen (3 Tage als Ei, 6 Tage als Rundmade), danach noch 12 Tage als Streckmade verdeckelt. Dann ist Schlupfzeit. Die Drohnenbrut ist grösser und die Zellendeckel gegen aussen gewölbt. Ferner benötigen die Dohnen vom Ei bis zum geschlüpften Willi ganze 24 Tage, während eine Königin bereits nach 16 Tagen schlüpft (3 Tage als Ei, 5 Tage als Rundmade, 8 Tage verdeckelt).
Putzbienen
Sie sind die Zimmermädchen im Stock und reinigen die Zellen, bevor die Königin wieder ein Ei darin ablegt. Eine Arbeiterbiene verrichtet diese Aufgabe ganz am Anfang ihres Lebens, vom 1. bis ca. zum 10. Tag ihres Lebens.



